Ein großer Wasservorrat, wenn es darauf ankommt
Wasser braucht in der Krisenvorsorge mehr Platz, als viele Haushalte vermuten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nennt idealerweise zwei Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen. Für vier Personen sind das bereits 80 Liter für zehn Tage. Wer mit 2,5 bis 3 Litern plant, schafft mehr Spielraum für Kochen, höheren Trinkbedarf, kleine Verluste und sehr sparsame Hygiene. Dann werden für vier Personen in zehn Tagen 100 bis 120 Liter benötigt. Das entspricht ungefähr 67 bis 80 Flaschen mit 1,5 Litern Inhalt oder rund zwölf bis vierzehn Sixpacks. Wasser für vollständige Körperpflege, Geschirr, Reinigung, Toilettenspülung und Haustiere kommt noch hinzu.
Ein Vorrat aus Flaschen und Kanistern bleibt sinnvoll, weil er sofort bereitsteht und laufend verbraucht und ersetzt werden kann. Der Aquabob Plus ergänzt diese Grundreserve dort, wo dauerhaft der Lagerplatz fehlt oder im Alltag überwiegend Leitungswasser getrunken wird. Leer lässt sich der Sack kompakt aufbewahren. Zeichnet sich eine Unterbrechung ab, legst Du ihn an seinem endgültigen Standort aus und füllst ihn mit noch einwandfreiem Leitungswasser. Bis zu 220 Liter werden so erst dann zum großen Vorrat, wenn Du ihn wirklich brauchst.
Bei einem Brownout oder Blackout fällt das Leitungswasser nicht überall im selben Moment aus. Hochbehälter, Restdruck und örtliche Notstromversorgung können den Durchfluss noch eine Zeit lang erhalten. Gleichzeitig können Pumpen und Druckerhöhungsanlagen früh ausfallen, besonders in höher gelegenen Wohnungen. Das BBK weist darauf hin, dass anfangs noch Restwasser in den Leitungen vorhanden sein kann. Eine feste Stundenzahl gibt es deshalb nicht. Wenn das Wasser noch offiziell einwandfrei ist, solltest Du nicht abwarten, sondern den Aquabob frühzeitig füllen.
Eine offene Badewanne ist kein Trinkwasserbehälter. Selbst in einer regelmäßig gereinigten Wanne können Rückstände von Seife, Hautfett oder Reinigungsmitteln verbleiben. Rund um Ablauf, Überlauf, Dichtungen und feuchte Fugen können sich außerdem Biofilm oder Schimmelspuren bilden. Offenes Wasser ist zusätzlich Staub, Aerosolen, Händen und Gegenständen ausgesetzt. Der geschlossene Aquabob trennt das Wasser von der Wannenoberfläche. Sein lebensmittelechtes, aluminiumbeschichtetes und lichtundurchlässiges Material schützt den Vorrat vor direktem Lichteinfall und erschwert eine erneute Verunreinigung bei sauberer Handhabung.
Der entscheidende Vorteil zeigt sich nach dem Einsatz. Bekannte Systeme wie der originale WaterBOB und AquaPod sind als Einwegprodukte vorgesehen. Wer sie vorsorglich füllt und nach einer Stunde wieder normale Versorgung hat, hat den Sack trotzdem verbraucht. Beim Aquabob Plus musst Du diese Abwägung nicht hinauszögern. Nutze das eingefüllte Wasser anschließend zum Trinken und Kochen, solange es dafür geeignet ist, oder als Brauchwasser zum Reinigen, für die Toilettenspülung oder zum Blumengießen. Danach wird der Sack entleert, über die große Revisionsöffnung gereinigt, vollständig getrocknet und bei einwandfreiem Zustand erneut eingelagert.
Für einen kurzfristigen Vorrat ist bei hygienischer Befüllung nicht automatisch ein Zusatz nötig. Wenn Du klares Leitungswasser bewusst über mehrere Wochen lagern möchtest, kann ein spezielles Mittel zur Wasserkonservierung vor Wiederverkeimung schützen. Solche Mittel werden auch in Trinkwassertanks von Booten, Wohnmobilen und Wohnwagen eingesetzt. Sie bereiten unbekanntes Rohwasser nicht zu Trinkwasser auf. Verwende sie nur nach Etikett, mit der vorgeschriebenen Dosierung und Einwirkzeit. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Für viele Haushalte ist ein Aquabob eine starke Zusatzreserve. Zwei Säcke schaffen mehr Reichweite, Redundanz und die Möglichkeit, sauberes Trinkwasser strikt von Roh- oder Brauchwasser zu trennen. Dafür brauchst Du zwei geeignete, tragfähige Standorte. Ein gefüllter Aquabob wiegt mit 220 Litern Wasser rund 220 Kilogramm und darf nicht mehr bewegt werden. Wenn der Leitungswasservorrat später knapp wird, ergänzt ein Life 2 Go Wasserfilter die Planung. Dann können geeignete Süßwasserquellen separat gesammelt, grob vorgefiltert und nach Filteranleitung aufbereitet werden. Trinkfertiges Wasser und unbehandeltes Rohwasser bleiben dabei immer getrennt.