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Unser Outdoor, Krisenvorsorge und Survival Lexikon

In unserem Lexikon für Krisenvorsorge und Survival erklären wir dir alle Fachbegriffe aus unserem Shop. Die mit 🏷 gekennzeichneten Links führen direkt zum entsprechenden Artikel in unserem Shop...

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Buchstabe A

Atmungsaktivität

Die Atmungsaktivität beschreibt die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials von innen nach außen. Man misst diese in der Regel in Gramm pro Quadratmeter über den Zeitraum von 24 Stunden. Speziell beim Sport oder allgemein bei Tätigkeiten im Freien sorgt atmungsaktive Bekleidung beim Tragen für ein angenehmeres Tragegefühl, da Schwitzen und Überhitzung des Körpers durch Hitzestau stark vermindert wird.

Buchstabe B

Baumwolle

Die am häufigsten eingesetzte Naturfaser für Textilien ist die Baumwolle. Einer der Hauptvorteile ist das sehr angenehme Tragegefühl. Der größte Nachteil von Baumwolle ist die hohe Saugfähigkeit, was beim Schwitzen schnell zu nasser Kleidung und somit auch zum Auskühlen des Körpers durch Verdunstungskälte führen kann.

Buchstabe D

Dry Pak

Ein Dry Pak ist eine praktische Transporttasche, die bei Nichtgebrauch kompakt zusammengerollt werden kann und somit kaum Platz wegnimmt. Dry Paks bestehen im Normalfall aus einer Polyester Gewebeplane - wie sie auch für LKWs verwendet wird - deren Nähte wasserdicht verschweißt werden. Durch das robuste Material und die verschweißten Nähte sind Dry Paks bei normalem Gebrauch nahezu unzerstörbar und Wasser, Staub und Dreck haben keine Möglichkeit, in den Transportsack einzudringen.

Durch die zylindrische Form bieten Dry Paks viel Platz im Inneren. Nach dem Füllen mit der Ausrüstung und / oder Kleidung wird die Tasche von oben her aufgerollt, wodurch die Tasche nur so groß ist, wie mit dem verwendeten Inhalt nötig ist. Durch das Aufrollen von oben und dem Sichern der Enden mit einem Verschlusssystem ist die Tasche rundherum dicht. Ein Dry Pak ist besonders zu empfehlen, wenn Ausrüstung und Kleidung zuverlässig vor Verschmutzung und Nässe - zum Beispiel beim Durchqueren von Gewässern - geschützt werden soll.

Buchstabe F

Fauna

Als Fauna werden alle natürlich vorkommenden Tiere in einem Gebiet bezeichnet. Namensgeber ist die römische Naturgöttin Fauna. Das Gegenstück zur Fauna im Pflanzenreich ist die Flora.

Feuer

Ein Feuer kann in einer Überlebenssituation den entscheidenden Unterschied ausmachen. Es dient nicht nur als Lichtquelle, Wärmequelle und Energiequelle, sondern dient auch dazu - je nach Umgebung - Tiere, Mücken und andere Stechviecher vom Lager fernzuhalten. Zudem kann mit einem Feuer Wasser abgekocht werden und Speisen / Fleisch gebraten werden, denn der durchschnittliche westeuropäische Magen dürfte eher Schwierigkeiten mit der Verdauung von rohem Fleisch haben.

Um ein Feuer zu entzünden, sollte für den Anfang genug trockener Zunder bereitstehen. Nasses Holz kann man später - bei laufendem Feuer - in der Nähe der Feuerstelle trocknen lassen. Sollte aufgrund der Witterung kein trockener Zunder bereitstehen, kann es helfen, feuchtes Material für einige Stunden unter der Kleidung am Körper trocknen zu lassen.

Um ein Feuer zu entzünden, eignen sich zum Beispiel spezielle Sturmstreichhölzer, die besonders lange brennen und so Zeit geben, den Zunder zu entzünden oder - noch besser - ein Magnesium Feueranzünder: Beim Magnesium Feueranzünder reibt man am besten vorher ein paar Späne Magnesium ab und vermischt diese mit dem Zunder, bevor man die eigentlichen Funken - zum Beispiel mit einem Messer - direkt auf den Zunder reibt.

Es kann auf jeden Fall Sinn machen, das Entzünden eines Feuers unter entspannten Umständen zu üben, bevor man in einer Notsituation mit Regen und / oder Sturm an der fehlenden Übung scheitert.

Fleece

Fleece ist ein Velourstoff, der häufig für Outdoorbekleidung eingesetzt wird. Zum Einsatz kommt Fleece häufig bei Jacken, Mützen, Handschuhen und Decken, eher selten bei Hosen. Fleece ist die englische Bezeichnung für Flausch. Fleece ist recht robust, bedingt wasserabweisend und sehr gut wärmeisolierend. Dagegen ist Fleece jedoch nicht winddicht und neigt zu elektrostatischer Aufladung.

Flora

Als Flora (oder Pflanzenwelt) werden alle natürlich vorkommenden Pflanzen in einem Gebiet bezeichnet. Namensgeber ist die römische Göttin Flora, die Göttin der Blumen und der Jugend. Das Gegenstück zur Flora im Pflanzenreich ist die Fauna.

Buchstabe G

Geocaching

Als Geocaching bezeichnet man die Weiterentwicklung der guten, alten Schnitzeljagd. Genau wie bei der Schnitzeljagd wird beim Geocaching ein oder mehrere Gegenstände zusammen mit einem Logbuch in einem (möglichst) wasserdichten Behälter an geheimer Stelle versteckt. Hinweise und GPS Koordinaten zum Versteck werden in einer Datenbank eingetragen und die Mitspieler müssen nun versuchen, das Versteck anhand der Hinweise zu finden.

Zum Suchen werden oft separate GPS-Geräte oder auch Smartphones mit Geocaching Apps aus dem App Store von Apple oder dem Google Play Store verwendet. Dabei können sich Verstecke sich nicht nur in der Natur - also zum Beispiel in einem Park, Wald oder Berg - befinden, sondern oftmals auch in der Stadt.

Hat ein Spieler ein Versteck gefunden, wird dies oftmals mit Fotos dokumentiert. Zudem ist ein Eintrag in das beiliegende Logbuch eigentlich Pflicht. Wird der gefundene Gegenstand mitgenommen, so muss dieser durch einen mindestens gleichwertigen ersetzt werden. Der Cache wird dann wieder so versteckt, wie er vorgefunden wurde, damit auch nachfolgende Mitspieler ihn finden können.

GPS

GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System. Mehrere Satelliten umkreisen den Erdball, empfängt der GPS Empfänger - der auch in nahezu allen modernen Smartphones verbaut ist - die Signale von mindestens drei Satelliten, ist eine Bestimmung von Position und Höhe möglich.

Ursprünglich wurde die Satellitennavigation in den 70er Jahren vom US-Verteidigungsministerium entwickelt. Bei Freigabe des Systems zur zivilen Nutzung wurde zunächst eine künstliche Signalverschlechterung eingebaut. Dadurch passierte es auch öfters, dass man bei der Navigation auf dem Navigationsgerät mal neben der Straße auf dem Bildschirm erschien. Die Navigationssoftwarehersteller versuchten dies durch eine Logikprüfung zu umgehen (da man normal ja eher selten neben der Straße fährt). Am 02.05.2000 wurde die Signalverschlechterung abgeschaltet und seitdem können auch zivile Nutzer mit einfachen Geräten bereits eine Genauigkeit von 10 Metern (und besser) erreichen.

Buchstabe H

Hardshell

Als Hardshell bezeichnet man die Kleidungsschicht, die zumeist als äußerste Kleidungsschicht getragen wird und nahezu vollkommen wasserdicht und winddicht ist. Gegenüber den guten, alten, gelben Regenmänteln aus den 70er und 80er Jahren sind Hardshell Textilien heutzutage jedoch meistens auch atmungsaktiv.

Hohlfaser

Hohlfaser wird teilweise zur Wärmeisolation in Schlafsäcken eingerichtet. Die Hohlfaser ist eine zylinderförmige Faser, die hohl ist. Durch die zusätzliche Luftschicht wird die Wärmeisolation erreicht. Optisch gleichen Hohlfasern einer Makkaroni, sind jedoch deutlich kleiner.

Buchstabe I

Isomatte

Isomatte steht - wie der Name vermuten lässt - für Isoliermatte und Gebrauch finden diese oftmals beim Übernachten im Freien oder beim Camping. Die Isomatte isoliert die Schlafstelle von unten gegen Kälte und Nässe, verhindert aber zusätzlich auch, dass der Schlafkomfort durch Steine, Stöcke oder Bodenunebenheiten unter der Schlafstelle beeinträchtigt wird. Zusammengerollt lassen sich Isoliermatten einfach transportieren, nehmen kaum Platz weg und fallen mit einem Gewicht von wenigen hundert Gramm beim Transport nicht unangenehm zur Last.

Hauptsächlich zum Einsatz kommen dabei zwei Varianten: Isomatten aus dickerem, durchgehenden und dichtem Schaumstoff, welche dann bei der Verwendung besonders robust sind oder Isomatten, die mit einer zusätzlichen, luftdichten Schicht und einem Ventil versehen sind. Diese Version ist oftmals sogar noch leichter, da der Schaumstoff im Inneren eine geringere Dichte haben kann. Denn nach dem Öffnen des Ventils dient der Schaumstoff dazu, die Matte auf die gewünschte Dicke zu bringen, die eigentliche Isolierung bildet hier die Luftschicht, die nach dem Schließen des Ventils in der Matte verbleibt. Zum Transportieren wird das Ventil wieder geöffnet, die Isomatte eng zusammen gerollt, wodurch auch die Luft und somit das Volumen verkleinert wird. Nach dem Zusammenrollen nur noch das Ventil verschließen und die Matte ist fertig für einen platzsparenden Transport.

Während Gewicht und Volumen von selbstaufblasenden Isomatten deutlich geringer ist, haben sie auch einen Nachteil: Die Gefahr durch Beschädigung undicht zu werden und somit die isolierenden Eigenschaften nahezu zu verlieren. Daher sollte bei Verwendung von selbstaufblasenden Isoliermatten immer darauf geachtet zu werden, dass der Untergrund frei von spitzen Gegenständen ist, welche die Matte beschädigen könnten.

Buchstabe M

Monokular

Monokular steht für die aus dem griechischen zusammengesetzten Worte monos für ein und oculus für Auge. Bei monokularen Ferngläsern wird also ein gewünschtes Objekt vergrößert und mit einem Auge betrachtet, wogegen bei "herkömmlichen" Ferngläsern das Objekt mit zwei Augen betrachtet werden kann (Binokulare). Der Vorteil eines Monokulares liegt in der geringeren Größe, dem geringeren Gewicht und dem günstigeren Preis gegenüber einem Binokular mit vergleichbarer Qualität.

Die gebräuchlichen Monokulare bieten in der Regel eine Vergrößerung von 6-fach bis 12-fach, abhängig von den verwendeten Linsen. In der Regel sind Monokulare für die Ausstattung in der Notfalltasche ausreichend und punkten dort mit kompakten Abmessungen und geringem Transportgewicht. Komfortabler sind natürlich Binokulare, welche die Augen bei langem Gebrauch weniger anstrengen. Zum Einsatz kommen Ferngläser zum Beispiel beim Erkunden von Gelände und beim Jagen.

Achtung! Mit Ferngläsern ohne spezielle Filter niemals direkt in die Sonne schauen! Es drohen schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung!

Buchstabe N

Nahrungsbeschaffung

Bei der Nahrungsbeschaffung für einen Notfall empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld durch Vorsorge - also Beschaffung von Langzeitlebensmitteln - vorzusorgen. Langzeitlebensmittel in Konservenform eignen sich besonders gut für die stationäre Lagerung in der Speisekammer, wobei Lebensmittel, welche durch Dehydration - also dem Entzug des enthaltenen Wassers - haltbar gemacht wurden durch das geringere Gewicht des eigentlichen Nahrungsmittels und der Verpackung besonders geeignet für Notfälle sind, bei denen man die Wohnung verlassen muss. Im Gelände wird dann - zumindest bei einigen dieser dehydrierten Produkte - wieder Wasser vor dem Verzehr hinzugegeben. Für den Notfall empfiehlt es sich also, einige Energieriegel, Tütensuppen, etc. im Notfallrucksack parat zu haben. Auch Hühnervolleipulver, Butterpulver und Vollmilchpulver sind nicht nur deutlich leichter als das entsprechende Produkt aus dem Supermarkt, sondern auch nach der Produktion bis zu 15 Jahre haltbar.

Sollten alle Vorräte aufgebraucht sein oder die Notfalltasche beim Einsetzen des Notfalls nicht verfügbar sein, bleibt nur die Nahrungsbeschaffung in der Natur. Diese erfolgt dann durch Jagen, Fischen und das Sammeln von Pflanzen, Pilzen, Früchten und Beeren. Hierzu empfiehlt es sich, sich zumindest über die wichtigsten Pflanzen in der Umgebung schon im Vorfeld zu informieren, denn eine - auch leichte - Vergiftung durch die Aufnahme von zum Beispiel giftigen Pilzen ist kontraproduktiv, da der Körper nicht nur geschwächt wird, sondern auch viel Flüssigkeit beim Erbrechen oder Durchfall verliert.

Die Nahrungsbeschaffung in einer Notsituation hat eine hohe Priorität. Bedacht werden sollte auch, dass der Körper im Gelände durch Anstrengung - wie Lager bauen, Jagen oder auch Fortbewegung über größere Strecken - deutlich mehr Kalorien verbraucht, wie im normalen Alltag mit einem Bürojob.

Buchstabe O

Orientierung

Wenn man ein bestimmtes örtliches Ziel in einer Krisensituation erreichen möchte, kommt es natürlich auf die richtige Orientierung an. Dazu gehört natürlich auch, sich das Gelände, das man in einem Notfall gedenkt aufzusuchen vorab mal auf einer Karte angesehen zu haben.

Zur eigentlichen Orientierung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Am einfachsten ist natürlich ein GPS Empfänger, sei es Standalone, als auch in einem aktuellen Smartphone. Da diese natürlich zum Betrieb eine Energieversorgung in Form einer Batterie oder eines Akkus benötigen, fallen diese - sofern man nicht noch zusätzlich eine Powerbank mit sich führt - bereits nach einigen Betriebsstunden aus. Unabhängig von einer Stromversorgung ist ein einfacher Kompass, der somit eigentlich in jeder Notfallausrüstung eingeplant sein sollte.

Sollten weder GPS noch Kompass zur Orientierung zur Verfügung stehen, bleibt nur die Orientierung über den Sonnenstand, nachts über Sternkonstellationen oder andere Merkmale in der Natur. So sind in unseren Umgebungen im Wald Bäume meistens auf der westlichen Seite bemoost.

Buchstabe R

Rucksack

Mit einem Rucksack bezeichnet man einen Tragebehälter aus Stoff oder anderen Materialien, der den Transport von verschiedensten Gegenständen erleichtert. Über Schultergurte wird der Rucksack auf dem Rücken getragen. Bei Rücksäcken, die für schwere Lasten ausgelegt sind, kommt auch oftmals ein Hüftgurt zum Einsatz, der das Gewicht noch besser verteilt.
Je nach gewünschtem Einsatzzweck gibt es oft auch eine spezielle Ausführung für den entsprechenden Zweck. Hier kommen dann teilweise andere Materialien zum Einsatz, innenliegende Verstärkungen, eine besondere Belüftung und noch einige andere Unterschiede.

Ein hochwertiger Rucksack ist bei langem Tragen im Gelände essenziell: Er sollte bequem und sicher sitzen und keine schmerzenden Stellen an Schulter oder Rücken verursachen.

Buchstabe S

Survival

Survival ist der englische Begriff für Überleben und beschreibt alle Tätigkeiten und Fähigkeiten, die ein Überleben in einer lebensbedrohlichen Situation sichern sollen. Dabei gibt es durchaus unterschiedliche Taktiken fürs Überleben in verschiedenen Situationen (zum Beispiel Survival bei Sekten und anderen religiösen Gruppierungen, Survival im Katastrophenschutz, Survival im militärischen Einsatz, etc).

Auch der Anlass kann unterschiedlich sein: So möchte der eine vielleicht auf einen möglichen Katastrophenfall - analog zu einer Versicherung - für sich und seine Familie bestmöglich vorbereitet sein, während der der andere neben der Vorsorge auch Spaß an der eigentlichen Situation "Überleben in der Wildnis" hat und sich nur mit Messer, Tarp, Schlafsack und einigen anderen minimalistischen Gegenständen für Tage oder gar Wochen freiwillig in diese Situation begibt.

Natürlich muss nicht jeder ein absoluter Survival Experte werden, trotzdem macht es auf jeden Fall Sinn, sich auf einen möglichen Notfall oder Katastrophenfall vorzubereiten und zumindest einen Notfallrucksack oder Notfalltasche mit allen wichtigen Gegenständen und Wäsche für mehrere Tage parat zu haben.

Buchstabe T

Tarp

Tarp ist die Kurzform des Begriffs Tarpaulin und steht im Outdoorbereich für eine Zeltbahn. Diese kann verschiedene Formen haben (zum Beispiel rechteckig oder dreieckig) und ist normalerweise nahezu winddicht und wasserdicht. Mit einem Tarp - welches zusammengefaltet nur sehr wenig Platz in Anspruch nimmt - kann sehr schnell ein behelfsmäßiges, dichtes Lager erstellt werden. Da man die Notfallunterkunft mittels Tarp nicht mit beiliegenden Gestängen - wie bei einem herkömmlichen Zelt - errichtet, sondern dafür Seile, Äste oder Bäume verwendet, verbraucht dieses nur einen Bruchteil der Größe und des Gewichtes eines Zeltes. Das Tarp lässt sich natürlich auch als Sitzunterlage auf nassen Untergründen, als Regencape, als Sonnenschutz, zum Sammeln von Regenwasser und vieles mehr verwenden. Somit gehört ein Tarp in jede Notfallausrüstung!

Meistens verfügen Tarps über Ösen an den Seiten, mit denen an Abspannen an Bäumen, etc. mittels Seil einfach möglich ist. Aber auch ohne Ösen ist ein Abspannen einfach zu erledigen: Hierzu wird einfach ein kleiner Stein an der gewünschten Stelle eingeschlagen und die Zeltbahn mit Stein von außen mit einer selbstsichernden Schlaufe vom Seil abgespannt.

Buchstabe U

UV Proof

UV Proof kommt aus dem Englischen und steht für UV-geschützt. Kleidung, Mützen und Schirme mit dem Zusatz UV Proof schützen also zusätzlich - zu ihren normalen Eigenschaften - auch (bedingt) vor UV-Sonnenstrahlung.

Buchstabe W

Wasseraufbereitung

Wasser ist überlebenswichtig! Bereits nach sehr wenigen Tagen können sonst allgemeine Schwäche, Schwindel, Benommenheit, Unwohlsein bis hin zum Tod durch Dehydrierung auftreten. Stationär am Wohnort empfiehlt es sich, Wasser mit einem Wassersack - erhältlich in verschiedenen Größen - bereitzuhalten.

In der Natur ist eine Beschaffung von Wasser durch Sammeln von Tauwasser und Regenwasser in einer Plane, Folie, Behälter möglich, zudem gibt es auch Pflanzen, die dem Körper Flüssigkeit zur Verfügung stellen. Auch Bäche, Flüsse oder Seen können für die Wasserbeschaffung einbezogen werden. Bei letztgenannten ist allerdings die richtige Aufbereitung des Wassers essenziell. Birgt ein Gebirgsbach, direkt an der Quelle, eher keine Gefahr, kann dies bei einem Bach, Fluss oder See ganz anders aussehen: Diese können mit chemischen Stoffen aus der Industrie kontaminiert sein oder durch ein verwesendes Tier kurz oberhalb der Entnahmestelle. Grundsätzlich sollte dieses Wasser zumindest immer durch Filterung von Schwebstoffen gereinigt werden und Bakterien und Keime durch Abkochen vernichtet werden. Verunreinigtes, kontaminiertes Wasser kann zu Erbrechen und Durchfall - bis hin zum Tod - führen!

Nicht immer ist jedoch ein Feuer zum Abkochen möglich oder verfügbar. In einem solchen Fall ist die Verwendung von Wasserfiltern oder speziellen Entkeimungstabletten dringend angeraten! Diese sind einfach und schnell in der Anwendung, verfügen über eine sehr lange Haltbarkeit und nehmen nicht viel Platz in der Notfalltasche weg. Die Tabletten werden einfach nach Dosierungsanweisung ins grob gefilterte Wasser gegeben und nach wenigen Stunden ist das Wasser genießbar. Noch praktischer sind mechanische Wasserfilter, die, je nach Qualität des Wassers, für bis zu 1000 Liter trinkbares Wasser sorgen und dabei mit dem Filterprinzip (Vorfilter, Aktivkohle und Nano Aluminiumoxid Faser Filter) das Wasser von Gerüchen, Medikamentenrückständen, Chemikalien, Schwermetallen, Algen, Chlor, Huminsäure, Pestiziden und Humus befreien.

Für die Wasseraufbereitung sollte definitiv ein Platz in der Notfalltasche eingeplant werden!

Wassersäule

Die Angabe der Wassersäule gibt Aufschluss, wie dicht das entsprechende Material ist. Je höher der angegebene Wert ist, desto dichter ist das Material. Die Wassersäule wird in Millimetern angegeben. Nach europäischer Norm spricht man ab 800 Millimetern (Klasse 2) beziehungsweise 1300 Millilitern (Klasse 3) von wasserdicht und die Materialien dürfen dann auch als wasserdicht gekennzeichnet werden. Je nach Land kann der Wert jedoch auch abweichen.

Knackpunkt ist der ausgeübte Druck: So kann eine Jacke beim Tragen zwar wasserdicht sein, lehnt man sich jedoch mit der Jacke an einen Baum oder eine Wand, kann es durch den erhöhten Druck passieren, dass Wasser an Druckstellen durchdringt. Daher sind höhere Werte immer zu bevorzugen.

Windchill

Der Windchill ist vielen sicher aus Wetterberichten als gefühlte Temperatur bekannt. Definiert ist er für Temperaturen unter 10 Grad Celsius und er ist abhängig von der Windgeschwindigkeit. Je höher die Windgeschwindigkeit ist, desto mehr warme Luft wird vom Körper abgeführt. Durch die schnellere Verdunstung wird dem Körper Wärme entzogen, wodurch einem die gefühlte Temperatur deutlich kühler als die gemessene Temperatur vorkommen kann. Daher ist es wichtig, als äußerste Kleidungsschicht eine möglichst winddichte, wasserfeste Kleidung (Hardshell) zu tragen.

Winddicht

In der freien Natur bei kühleren Temperaturen ist winddichte Kleidung besonders wichtig. Diese verhindert nämlich, dass die wärmende und isolierende, warme Luftschicht zwischen den einzelnen Schichten der Bekleidung vom Wind abtransportiert wird (siehe auch Windchill). Besonders ideal ist, wenn die winddichte Bekleidung als äußerste Schicht getragen wird und zusätzlich auch atmungsaktiv ist. Dadurch kann zusätzlich die feuchte Luft nach außen abgegeben werden und der Körper kühlt noch weniger aus.